So finden wir uns in Eschborn wieder, genauer gesagt im Südwest Park, wo DEUCE zusammen mit vier weiteren Acts eine Open Air Show darbieten sollen. Die fünf treten als letzte auf, was den Nachteil hat, dass sich schon einige Zuschauer aufgrund der schwankenden Wetterbedingungen verabschiedet haben. Dennoch spielen DEUCE ihren Opener “I want You“ mit einer Energie, die die Festhalle zum wackeln gebracht hätte. Die Band macht einen geschlossenen Eindruck, besonders der neue Rhythmus-Gitarrist Lenny, der seinen ersten Auftritt mit DEUCE absolviert, präsentiert sich als ein absolut vollwertiges Bandmitglied. Beim zweiten Song “Dead Letter“ teilen er und Lukas sich die Backing Vocals (Die bei dem ganzen Gig leider etwas zu leise geraten sind), und bei dem leicht balladesken “Overdose“ benutzt er einen leichten Chorus-Effekt auf seiner Gitarre.
Die anderen vier Musiker liefern eine gewohnt gute Performance ab, Andy trommelt wie ein Wilder, wird aber leider zu oft vom Bühnennebel verdeckt, Lukas präsentiert sein präzises Bassspiel im Zusammenhang mit einem bebend wirkendem Tanzstil, Trash liefert ein super Solo nach dem anderen ab, Daniel zeigt ebenfalls mehr Bewegung als in vergangenen Tagen, was aber keine negativen Auswirkungen auf seinen Gesang hat.
Hin und wieder treten leichte technische Probleme auf, so hört man Lukas´ Bass einen halben Song lang nur von der Bühne und Lenny muss sich ein neues Kabel holen, nachdem sein altes nach “Overdose“ den Geist aufgegeben hat.
Nach dem DEUCE-Klassiker “Wild Nights“ folgt eine Coverversion des AC/DC Hits “Whole Lotta Rosie“. Zum ersten mal startet vor der Bühne ein kleiner Pogo, was den Musikern neue Kraft zu geben scheint, denn plötzlich sieht man Daniel auf dem Boden liegend singen und Trash, wie er den berühmten “Duck-Walk“ vorführt.
Mit “Faster than you can“ beschließen DEUCE nun das reguläre Set, spielen allerdings noch die Guns ´n Roses Hits “Sweet child o´ mine“ und “Attitude“, bei dem ein Roadie die Vocals übernimmt, als Zugabe. Daniel verabschiedet das Publikum noch mit der Aufforderung „Rettet die Wale!“, danach ist aus lärmtechnischen Gründen Schluss. Ein aufregendes Konzert geht zu Ende, bei dem DEUCE wieder einmal bewiesen haben, dass sie ihren Rock-Idolen würdig sind.